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... das Webseitenportal von Marco Streit |
Die Digitalfotografie bringt viele Vorteile mit sich: Im Vergleich zur analogen Fotografie entfallen die hohen Kosten für Film, Entwicklung und Abzüge. Stattdessen fallen heute vor allem vergleichsweise geringe Kosten für Speicherplatz und Datensicherung an.
Genau dieser Fortschritt hat jedoch auch eine Kehrseite: Durch die niedrigen laufenden Kosten und die ständige Verfügbarkeit moderner Kameras entstehen immer größere Bildmengen – und zwar in einer Qualität, die es grundsätzlich wert ist, archiviert und verarbeitet zu werden. Was früher durch Filmrollen und Entwicklungskosten automatisch „limitiert“ wurde, ist heute nahezu unbegrenzt.
Während der klassische Entwicklungsprozess früher ein eigener, klar definierter Arbeitsschritt war, läuft ein großer Teil davon mittlerweile softwaregestützt oder sogar teilautomatisiert ab – etwa durch RAW-Konverter, Presets, KI-gestützte Auswahl oder automatische Korrekturen. Das spart Zeit, verändert aber den Workflow: Die Herausforderung liegt heute weniger in der Entwicklung einzelner Bilder, sondern zunehmend im effizienten Umgang mit der Masse an Daten.
Damit verbunden entstehen neue Anforderungen, zum Beispiel:
Durch Diskussionen mit befreundeten Fotografen, meine eigenen Anforderungen sowie eine historisch gewachsene Ablagestruktur habe ich mir im Laufe der Zeit einen praxisnahen Arbeitsprozess erarbeitet. Dieser Workflow ist darauf ausgelegt, große Bildmengen zuverlässig zu verarbeiten, sauber zu archivieren und langfristig wiederzufinden – ohne dabei unnötig Zeit zu verlieren.
An dieser Stelle beschreibe ich meinen Prozess Schritt für Schritt und stelle außerdem ausgewählte Bestandteile dieser Lösung interessierten Fotografen zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Vorlagen, Strukturideen und Tools, die sich in meinem Alltag bewährt haben, aber auch jährliche Fortschrittsstatistiken um den Aufwand auch beziffern zu können.
Zum 01.01.2026 hatte ich über 332208 Bilder in der Bearbeitung, davon 57% fertig bearbeitet und noch 43% zu bearbeiten.
Das Supportende einer von mir benutzten Joomla Erweiterung durch Google, haben dazu geführt, dass ich mir einen professionellen Flickr Account zugelgt habe und nun alle Fotogalerien dorthin migriere. Dies wird sicherlich einige Zeit beanspruchen in der ich viel lieber neuen Content erstellt hätte.
Leider entfernt Google zum 31. März 2025 bestimmte Funktionen, auf die die Joomla Erweiterung welche ich zur Darstellung meiner Gallerien nutze angewiesen ist.
Das bedeutete, dass der direkte Zugriff auf Google Fotos nicht mehr möglich war. Bestehende Alben funktionierten zu diesem Datum nicht mehr.
Dies führte dazu das keine Alben mehr auf der Webseite ersichtlich war. Dies betraf leider auch einige geschäftliche Seiten die auf meine Gallerien zugreifen. Daher habe ich mich dazu entschlossen einen Professionellen Flickr Account zu eröffnen und alle Gallerien wieder zu Flickr zu migrieren. Leider wird dies ein zeitlich aufwendiges Verfahren und mich sicherlich den Rest des Jahres beschäftigen.
Zum 01.01.2025 hatte ich über 303483 Bilder in der Bearbeitung, davon 60% fertig bearbeitet und noch 40% zu bearbeiten.
Zum 01.01.2024 hatte ich über 276655 Bilder in der Bearbeitung, davon 62% fertig bearbeitet und noch 38% zu bearbeiten.
Zum 01.01.2023 hatte ich über 258647 Bilder in der Bearbeitung, davon 53% fertig bearbeitet und noch 47% zu bearbeiten.
Zu Beginn meiner Fotoleidenschaft war es einfach: Eine Analog-Kamera, ein Film, ein entwickelter Filmstreifen, und die Bilder wanderten thematisch oder chronologisch in ein Fotoalbum. Es folgte eine Zeit in der ich hauptsächlich auf Diafilm fotografierte, auch hier war das Endprodukt überschaubar. Die Dia's wieder thematisch oder chronologisch sortiert und einzelne Bilder abgezogen im Album.
So ist es nicht erstaunlich, dass beim Übergang zur digitalen Fotografie man zunächst versucht ist den gleichen Ansatz zu verwenden:
Bereits zu Beginn meiner digitalen Fotokarriere habe ich mir ausführliche Gedanken über meine Speicherphilosophie gemacht: Ich wollte die Bilder möglichst komplett auf einer Festplatte haben aber gleichzeitig mobil sein.
Das Arbeiten rein über eine Ordnerstruktur wurde mit der Zeit mühsam. Ich entschied mich daher recht frühzeitig eine Katalogisierungssoftware zu benutzen. Die zu Anfang benutzte Software ist heute leider nicht mehr existent.
Zu Beginn meiner digitalen Fotokarriere vergab ich willkürlich Schlagworte während ich die Bilder bearbeitetet. Um das Jahr 2010 stellte sich aber heraus, dass meine einfache Verschlagwortung für mich nicht mehr ausreichend war. Mittlerweile habe ich einen sehr gut organisierten Schlagwortekatalog und einige Erfahrungen und Gedanken, welche ich hier teilen möchte.
Von der Variante unkontrolliert zu verschlagworten kann ich nur jedem abraten. Mit der Zeit werden sich Fehler in die Schlagwortliste einschleichen und die ganze Liste wird mit sicherheit bei jedem unübersichtlich.
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